Flugzeuge

GMT-MASTER II

Von einer Zeitzone zur anderen

Die GMT‑Master II – ursprünglich konzipiert für Spezialisten, die beruflich um die Welt reisen – wurde im Laufe der Zeit zu einer Referenz unter den Armbanduhren für Reisende. Über die Jahre hinweg haben Piloten, Forscher, Sportler und Künstler zu ihrer Legende beigetragen. Ihre Nachfolgerin, die Oyster Perpetual GMT‑Master II, verkörpert auch heute noch diesen kosmopolitischen Geist.

2025
Flugzeuge

Ein neues Zeitalter des Reisens

Die Welt befand sich im Umbruch. Handel, Reisen und Kommunikation über Grenzen hinweg gewannen weltweit an Bedeutung. Entfernungen schienen kürzer zu werden, während die Zeit scheinbar immer schneller verging. Fortschritte in der Luftfahrt hatten das Flugzeug zu einem unverzichtbaren Transportmittel gemacht. Und durch den Siegeszug von Langstreckenflügen war es nun möglich, Ozeane und Kontinente ohne Zwischenstopp zu überqueren. Mehrerer Zeitzonen gleichzeitig im Blick zu haben, wurde zu einer echten Herausforderung.

1950er-Jahre

GMT launch

Einführung der
GMT-Master

Mit ihrer GMT-Funktion, die zwei Zeitzonen anzeigt, entsprach die GMT‑Master den Anforderungen von Spezialisten, die beruflich um die Welt reisen. Die Abkürzung GMT steht für „Greenwich Mean Time“, die internationale Standardzeit bis 1972 und eine wichtige Referenz für alle Reisenden.

1955

Die Armbanduhr der Pan Am

Die Armbanduhr der Pan Am

Rolex ging eine Partnerschaft mit der Pan American World Airways ein, auch bekannt als Pan Am. Die GMT‑Master wurde somit zur offiziellen Armbanduhr der damals führenden und größten amerikanischen Luftfahrt­gesellschaft für Interkontinentalflüge. Die Piloten von Pan Am wurden mit GMT‑Master Modellen ausgestattet und waren in Rolex Werbeanzeigen zu sehen. Sie trugen dazu bei, diese Armbanduhr zu einer Ikone der Luftfahrt zu machen.

Flug New York – Moskau

Auf dem ersten Flug der Pan Am ohne Zwischenstopp von New York nach Moskau reisten – anlässlich des Besuchs von US-Vizepräsident Richard Nixon in der Sowjetunion – Journalisten in die UdSSR. Am Steuer der Boeing 707, mit der diese große interkontinentale Premiere gelang, verließ sich Captain C. N. Warren auf seine GMT‑Master als Navigationshilfe. Er versicherte: „Der Flug als solcher wurde von Rolex gesteuert.“

1959

Expedition „Pegasus Overland“

Rolex sponserte die Expedition „Pegasus Overland“ und stattete jeden der acht Männer aus den Reihen der britischen Armee mit einer GMT‑Master aus. Über 51 Wochen durchquerten sie in zwei speziell ausgerüsteten Geländefahrzeugen Europa, Asien, Ozeanien und Afrika, wobei sie 34 Länder bereisten. Ihre gesamte Reise wurde filmisch festgehalten und gewährt einen einzigartigen Einblick in die Kulturen und Landschaften der späten 1950er-Jahre.

1959

Sheila Scott

Allein um die Welt

Sheila Scott wurde zur ersten britischen Pilotin, die solo um die Welt flog. Am 18. Mai 1966 trug sie eine GMT‑Master, als sie vom Flughafen Heathrow in der Nähe von London, England, am Steuer ihres einmotorigen Piper Comanche Flugzeugs abhob. Nach 34 Tagen hatte sie in 189 Flugstunden und mit 31 Zwischenlandungen fast 50.000 km zurückgelegt und kehrte am 20. Juni an ihren Ausgangspunkt zurück.

1966

Der Pilot William J. Knight

Ein unübertroffener Rekord

Das von der NASA und der US Air Force entwickelte X-15-Programm lief von 1959 bis 1968. Dieses Hyperschall­flugzeug­projekt zielte darauf ab, die Fähigkeit von Piloten zu testen, den Auswirkungen extremer Geschwindigkeiten und eines suborbitalen Flugs standzuhalten. Unter allen Piloten sticht besonders William J. Knight hervor. Am 3. Oktober 1967 erreichte er mit einer GMT‑Master am Handgelenk über der Mojave-Wüste in Kalifornien eine Höchst­geschwindigkeit von 7.274 km/h (Mach 6,7) und stellte damit einen bis heute unübertroffenen Rekord auf.

1967

Bernard Moitessier

Auf zu neuen Horizonten

Nach sieben Monaten auf See und mit einem so gut wie sicheren Sieg beim Sunday Times Golden Globe Race – der ersten Einhand­weltumsegelung ohne Zwischenstopp – zog sich Bernard Moitessier aus dem Rennen zurück und segelte einfach weiter. Er erklärte: „Ich bin unterwegs zu den Inseln des Pazifiks, weil ich auf dem Wasser glücklich bin.“ Moitessier ging am 21. Juni 1969 in Tahiti vor Anker, nachdem er mehr als 37.000 Seemeilen mit nur einem Sextanten und seiner GMT‑Master als Navigationshilfe zurückgelegt hatte.

1969

Inmitten der Eroberung des Weltraums

Inmitten der Eroberung des Weltraums

Am 11. April 1970 verließ die Apollo-13-Mission die Erde in dem Versuch, eine dritte amerikanische Mondlandung durchzuführen. Unter den persönlichen Gegenständen, die Pilot Jack Swigert mit sich führte, war eine Uhr, die ihm besonders am Herzen lag: seine GMT‑Master, die er während der gesamten Mission wie einen Glücksbringer am Handgelenk trug. Nach einer Fehlfunktion kehrte das Raumschiff früher zur Erde zurück als geplant. Jack Swigert übernahm das Steuer und musste mehrmals seinen Kurs korrigieren. Am 17. April landete die Raumkapsel zwischen Neuseeland und den Fidschi-Inseln im Meer. Seine Crew war wohlbehalten zurück auf der Erde.

1970

Eine Ikone der Leinwand

Eine Ikone der Leinwand

Eine der berühmtesten GMT‑Master Armbanduhren ist zweifellos jene, die Marlon Brando in Apocalypse Now trug, als er Colonel Walter E. Kurtz – einen rebellischen Offizier der US Army im Vietnamkrieg – spielte. Brando hing so an seiner Uhr, dass er sich dazu entschied, die legendäre rot-blaue Lünette selbst zu entfernen – nachdem sie vom Produktionsteam als zu stark wiedererkennbar angesehen wurde –, anstatt die Uhr abzunehmen. Mit der Gravur seines Namens auf dem Gehäuseboden machte Brando sie noch einzigartiger.

1979

GMT-Master II

GMT‑Master II

Rolex verbesserte die GMT‑Master weiter für einen höheren Tragekomfort und eine intuitivere Bedienung. 1982 stellte die Marke ein neues Kaliber vor, das es ermöglichte, den Stundenzeiger unabhängig vom Minuten- und vom 24-Stundenzeiger einzustellen. Diese wesentliche Optimierung ging mit einem neuen Namen einher: Die GMT‑Master Armbanduhren mit diesem verbesserten Uhrwerk sind heute als GMT‑Master II bekannt.

1982

Der Einzug von Keramik

Der Einzug von Keramik

Im Jahr 2005 wurde die GMT‑Master II als erste Rolex Armbanduhr mit einer Cerachrom-Zahlenscheibe aus Hightech-Keramik ausgestattet. Ursprünglich in Schwarz eingeführt, ist sie seit 2013 auch als zweifarbige Version erhältlich. Sie ist robust, äußerst kratzfest, ebenso korrosionsbeständig wie UV-resistent und farbecht.

The advent of ceramic

2005

Ein Reiter an der Spitze

Scott Brash gelang eine historische Meisterleistung, als er nacheinander die Grand Prix in Genf, in Aachen sowie das Spruce Meadows für sich entschied. Dadurch wurde er zum ersten – und bislang einzigen – Reiter, der den Rolex Grand Slam of Show Jumping gewann. Nach seiner außergewöhnlichen Leistung erhielt der schottische Reiter eine GMT‑Master II mit einer Cerachrom-Zahlenscheibe in Rot und Blau. „Jedes Mal, wenn ich sie ansehe, erinnert sie mich an diesen Tag in Calgary.“

Ein Reiter an der Spitze
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2015

2022 GMT-Master II

Aufzugskrone an der linken Seite

Eine beispiellose Neuinterpretation der GMT‑Master II wurde enthüllt. Sie verfügt über eine Cerachrom-Zahlenscheibe in Grün und Schwarz und zeichnet sich durch eine Aufzugskrone an der linken Seite des Gehäuses aus. Ein weiteres unverwechselbares Merkmal ist die Datumsanzeige auf der 9-Uhr-Position des Zifferblatts. Bei ihrer Einführung war diese Ausführung der GMT‑Master II die einzige Rolex Armbanduhr mit dieser Konfiguration. Mit diesem einzigartigen Design bekräftigte Rolex sein Engagement, den Anforderungen und Vorlieben aller Träger gerecht zu werden.

2022

Das erste Cerachrom-Zifferblatt

Das erste Cerachrom-Zifferblatt

Rolex stellte sein erstes Zifferblatt aus Hightech-Keramik vor. Diese neue Cerachrom-Komponente in Grün erschien an einer Oyster Perpetual GMT‑Master II in 18 Karat Weißgold mit Aufzugskrone an der linken Seite und Datumsanzeige auf der 9‑Uhr-Position.

2025