Der Standort Chêne-Bourg in der Nähe von Genf vereint alle Arbeiten, die mit der Entwicklung und Herstellung des Zifferblatts sowie mit der Gemmologie und dem Edelsteinfassen zusammenhängen. An diesem Standort werden auch die Cerachrom-Lünetten und Cerachrom-Zahlenscheiben aus Hightech-Keramik hergestellt.
Die Herstellung eines Rolex Zifferblatts erfordert insgesamt über 60 Arbeitsschritte, die sowohl das Zifferblatt selbst – gefertigt in Messing oder 18 Karat Gold – als auch die Appliken in 18 Karat Gelb-, Weiß- oder Roségold umfassen. Einige Farbgebungsverfahren mittels PVD (Physical Vapour Deposition, physikalische Gasphasenabscheidung) oder Lackierungen werden in einem Reinraum – einer streng kontrollierten, staubfreien Umgebung – durchgeführt. Manche Zifferblätter sind mit Perlmutt, Meteorit oder Halbedelsteinen verziert, die von Rolex nach strengen, unübertroffenen Qualitätsstandards ausgesucht werden.
Rolex verfügt über umfangreiche Möglichkeiten im Bereich der Galvanoplastik, einer besonderen Farbgebungstechnologie, die zudem das Zifferblatt schützt.
Zu den letzten Schritten bei der Herstellung des Zifferblatts gehören der Aufdruck der Beschriftungen und Motive mittels Tampondruck, das Anbringen der Appliken und das Auftragen der ausschließlich bei Rolex erhältlichen Chromalight-Leuchtmasse. Jede dieser Arbeiten wird von Hand ausgeführt und verleiht dem Zifferblatt seine einzigartige Identität.
Edelsteinfassen
Ob Diamant, Rubin, Saphir, oder Smaragd: Rolex bedient sich ausschließlich edelster Steine für seine Armbanduhren. Jeder dieser Steine erfüllt die Rolex eigenen Exzellenzanforderungen und wird sorgfältig von der hauseigenen Gemmologieabteilung geprüft, die über hochentwickelte Geräte und Expertise verfügt, die es üblicherweise nur in unabhängigen gemmologischen Laboren gibt.
Die Edelsteinfassungen von Rolex genießen einen hervorragenden Ruf. Dieser beruht – neben der Steinqualität – auf verschiedenen Kriterien: dem tadellosen Halt und der perfekten Ausrichtung der Steine, ihren Facetten und ihrer Position sowie der Oberflächenausführung der Körner.
Keramikwerkstatt
Rolex verfügt über spezielle Geräte für die Produktion seiner Monoblock-Cerachrom-Lünetten und Monoblock-Cerachrom-Zahlenscheiben, die aus extrem harter und äußerst kratzfester Keramik bestehen. Die versenkten Graduierungen und Ziffern werden in einem PVD-Verfahren (Physical Vapour Deposition, physikalische Gasphasenabscheidung) mit einer feinen Gold- oder Platinschicht überzogen. Bei der physikalischen Gasphasenabscheidung wird ein infinitesimal dünner Molekülfilm auf das Material aufgebracht. Dieses Verfahren wird in Unterdruckkammern ausgeführt, in denen ein Druck wie in etwa 150 Kilometern über der Erdoberfläche herrscht.
2013 hat Rolex weltweit erstmals bei dem Modell GMT‑Master II zweifarbige Cerachrom-Zahlenscheiben in blauer und schwarzer Keramik vorgestellt, die aus einem einzigen Teil bestehen. Die Zahlenscheiben werden mittels eines von Rolex entwickelten, patentierten Imprägnierungsverfahrens hergestellt. Sie sind in verschiedenen Farben erhältlich, insbesondere in Rot und Blau – eine technische Innovation, die viele Jahre Forschungs- und Entwicklungsarbeit erforderte.