Submariner
Von der Funktionsuhr zur LegendeDie Oyster Perpetual Submariner spielt eine zentrale Rolle im Streben nach Wasserdichtheit von Rolex, das seit mehr als einem Jahrhundert andauert. Eine innovative Funktionsuhr, die zu einer zeitlosen Ikone wurde und sich weit über die Welt der Unterwasserforschung hinaus etabliert hat. Sie war stets am Puls der Zeit und hat nicht nur den Aufstieg des modernen Tauchens begleitet, sondern ist auch in zahlreichen Filmen zu sehen, die die Geschichte des Kinos geprägt haben.
Die Submarine, ein bahnbrechendes Modell
Rolex präsentierte die Submarine, einen ersten Versuch einer wasserdichten Armbanduhr. Diese Armbanduhr war über ein Scharnier in einem zweiten Gehäuse befestigt, dessen Wasserdichtheit auf einer mit dem Mittelteil verschraubten Lünette beruhte, auf der das Uhrglas angebracht war. Folglich musste für alle Bedienvorgänge an der Aufzugskrone – zum Aufziehen des Uhrwerks oder zum Einstellen der Uhrzeit – das äußere Gehäuse geöffnet werden.
1922
Ein revolutionäres Gehäuse
Das 1926 patentierte Oyster-Gehäuse war vollkommen hermetisch verschlossen. Ein System aus Lünette, Gehäuseboden und Aufzugskrone, die mit dem Mittelteil verschraubt sind, schützte nun das Innere der Armbanduhr gegen aggressive Einflüsse von außen. Hans Wilsdorf nannte das Gehäuse „Oyster“. Es gab später einer Uhr seinen Namen, die, so der Gründer von Rolex, „wie eine Auster unbegrenzte Zeit im Wasser liegen kann, ohne dass das Werk Schaden nähme“.
1926
Ein Test der Tiefe
Die HMS Reclaim, ein Schiff der Royal Navy, führte Übungen in Loch Fyne, Schottland, durch. Die Marinetaucher waren mit Oyster Perpetual Modellen ausgestattet. Diese Armbandchronometer trotzten den dunklen, eisigen Gewässern in Tiefen von bis zu 73 Metern. Sie blieben vollkommen wasserdicht. Diese Leistung war wesentlich für die Entwicklung der Submariner.
1952
Die Geburt einer Funktionsuhr
Bei ihrer Einführung war die Submariner bis zu einer Tiefe von 100 Metern wasserdicht. Ihr Oyster-Gehäuse war mit einer Aufzugskrone und dem Twinlock-System ausgestattet – einer verschraubbaren Aufzugskrone mit zwei versiegelten Zonen. Damals wie heute ist das System an einem oder zwei erhabenen Zeichen unter dem Symbol der Marke erkennbar. Die von Rolex entwickelte Armbanduhr profitierte von den Erfahrungsberichten des Tauchers Dimitri Rebikoff. Der Ingenieur und Unterwasserfotograf schlug insbesondere vor, den roten Dreiecksindex auf der Lünette durch ein weißes Dreieck zu ersetzen, um die Ablesbarkeit zu verbessern. Nach seinen 132 Tauchgängen in Tiefen von 12 bis 60 Metern war klar: Die Submariner verfügte über alle notwendigen Merkmale, um Taucher unter Wasser zu unterstützen.
Tauchen: ein gesellschaftliches Phänomen
Zu Beginn der 1950er-Jahre erlebte der Tauchsport einen beispiellosen Aufschwung mit dem Aufkommen von Tauchausrüstung. Der Sport wurde zu einem echten gesellschaftlichen Phänomen, das von der Eröffnung der ersten Tauchschulen geprägt war. Diese Entwicklung wurde von der Submariner begleitet.
1953
Schützende Architektur
Die Submariner war eine der ersten Rolex Armbanduhren, die über ein Gehäuse mit Kronenschutz verfügte, der entwickelt wurde, um die Aufzugskrone vor Schäden zu bewahren. Diese seitlichen Nocken sind am Mittelteil eingelassen und verringern die Auswirkungen von Erschütterungen auf die Krone. Im Laufe der Zeit wurde der Kronenschutz bei den meisten Professional Uhren der Marke zum Standard.
1959
Zeit für die Leinwand
Die Submariner war am Handgelenk von Sean Connery im ersten James-Bond-Film zu sehen, was den Grundstein für ein filmisches Vermächtnis legte, das sie zu einer Ikone machen sollte. Steve McQueen trug eine Submariner, als er in Flammendes Inferno (1974) Michael O'Halloran spielte, den heldenhaften Feuerwehrchef von San Francisco. Robert Redford tat es ihm in Die Unbestechlichen (1976) gleich, als er einen der Journalisten spielte, die die Watergate-Affäre aufdeckten.
1962
1965
Die Entstehung einer Modelllinie
Rolex präsentierte eine Submariner in Gelbgold sowie eine Version mit Datumsfenster auf der 3-Uhr-Position: die Submariner Date. Die Submariner wurde zu einer Modelllinie in der Oyster Perpetual Kollektion und erreichte damit einen neuen Meilenstein: Diese Professional Uhr wurde zu einem unverzichtbaren Alltagsbegleiter, einem Symbol für Leistung und Erfolg.
1969
Erhöhte Wasserdichtheit
Rolex stellte eine bedeutende technische Innovation vor: die Triplock-Aufzugskrone mit drei versiegelten Zonen. Sie ist an den drei erhabenen Zeichen zu erkennen, die sich unter dem Rolex Symbol befinden. Ab den frühen 1970er-Jahren wurde nach und nach die gesamte Submariner Modelllinie mit dieser Innovation ausgestattet.
1970
Expertise und Leistung
Rolex gab seine Partnerschaft mit der Firma Comex (Compagnie Maritime d’Expertises) bekannt, einem auf Unterwasser-Engineering spezialisierten französischen Unternehmen mit Sitz in Marseille. Anschließend wurden die Taucher von Comex mit Submariner Modellen ausgestattet. Zudem unterstützte das Unternehmen die Entwicklung der Überdruckbehälter, mit denen die Wasserdichtheit der Rolex Armbanduhren überprüft wird.
1971
Eine Herausforderung in eisigen Gewässern
Am 18. April 1974 gelang dem Team von Dr. Joe MacInnis etwas Undenkbares: ein Tauchgang unter der arktischen Eiskappe – eine extreme Umgebung, in der jede Bewegung zählt. Einige der Taucher auf der Expedition trugen Submariner Armbanduhren.
1974
1975
Ein internationaler Maßstab
Als die internationale Norm ISO 6425 erarbeitet wurde, die die für eine Qualifikation als „Taucheruhr“ erforderlichen technischen und ästhetischen Kriterien festhält, wurden viele technische Merkmale und Designelemente der Submariner berücksichtigt.
1981
Hochleistungsstahl
Das Gehäuse der Submariner Date wurde nun in Edelstahl 904L gefertigt. Dadurch wurde Rolex zur ersten Uhrenmarke, die diese hochwertige Legierung verwendete, um die Komponenten ihrer Gehäuse und Armbänder herzustellen. 2018 erhielt der Edelstahl 904L von Rolex den Namen „Edelstahl Oystersteel“. Er ist weiterhin der einzige Stahl, der von der Marke zur Herstellung der Komponenten von Gehäuse und Armband verwendet wird.
1985
Eine Legende auf der Leinwand
Der Film Titanic, bei dem James Cameron Regie führte, wurde zu einem globalen Phänomen und gewann im folgenden Jahr elf Oscars. Während der Dreharbeiten trug Cameron seine Submariner. Auf der Leinwand wiederum trägt die Figur des Brock Lovett (gespielt von Bill Paxton) eine Submariner Date – die perfekte Funktionsuhr für seine Rolle als Wracktaucher und Filmemacher in diesem Meisterwerk.
Ich trug eine Submariner, als ich zum ersten Mal die echte Titanic durch das Bullauge eines Tauchboots sah – und ich trug die gleiche Uhr, als ich in meinem Smoking auf die Bühne stieg, um den Regie-Oscar für Titanic entgegenzunehmen.
1997
Eine wegweisende Farbe
Anlässlich ihres 50. Jubiläums wurde die Submariner Date mit einer neuartigen Lünette versehen. Die Referenz 16610LV, gefertigt aus Edelstahl 904L und mit einem schwarz lackierten Zifferblatt, erhielt eine grüne Zahlenscheibe aus eloxiertem Aluminium: eine Premiere in der Geschichte der Modelllinie.
2003
Neue Lünetten für Tauchgänge
Die 2005 an der GMT‐Master II eingeführte Cerachrom-Zahlenscheibe wurde für die Submariner Date verfügbar. Diese Komponente aus Hightech-Keramik – je nach Ausführung in Grün oder Schwarz – ersetzte die alte Zahlenscheibe aus eloxiertem Aluminium. Die Submariner wurde zwei Jahre später damit ausgestattet.
2010
Eine grundlegende Änderung
Die Modelllinie Submariner wurde komplett neu gestaltet: Die Proportionen ihres Gehäuses wurden leicht überarbeitet und ihr Armband verfügt nun über eine schlichtere Linienführung. Das Gehäuse hat jetzt einen Durchmesser von 41 mm und beherbergt das Kaliber 3230 bei der Submariner oder das Kaliber 3235 bei der Submariner Date, die beide eine verbesserte chronometrische Leistung und eine verlängerte Gangreserve bieten. Diese Entwicklung wurde zudem durch eine subtile Neugestaltung der Flanken des Mittelteils begleitet, die das ästhetische Gleichgewicht ebenso wie den Tragekomfort verbessert.
2020
Der Gärtner der Ozeane
Titouan Bernicot wird zum Rolex Markenbotschafter. Mit gerade einmal 18 Jahren gründete er 2017 Coral Gardeners, eine internationale Organisation mit Sitz in Französisch-Polynesien, die dem Schutz von Korallenriffen gewidmet ist. Mit Unterstützung von Rolex und der Initiative Perpetual Planet hat die Organisation bereits fast 200.000 Korallen neu gepflanzt.
Wir pflanzen seit Tausenden von Jahren Bäume, aber erst seit wenigen Jahren Korallen. [...] Ich möchte, dass der Welt klar wird, wie wichtig die Ozeane sind, und dass sie versteht, dass Korallen die Regenwälder der Meere sind.