Engagement lokaler Gemeinschaften für den Erhalt des Nigerdeltas
Entlang der südlichen Küste Nigerias entfaltet sich das Nigerdelta – eine Region von außergewöhnlicher ökologischer Vielfalt und bemerkenswertem natürlichen Reichtum. Als Teil der Guineischen Wälder Westafrikas, einem international anerkannten Hotspot der Biodiversität, birgt es den drittgrößten Mangrovenwald der Erde und das zweitgrößte Sumpfwald-Ökosystem Afrikas.
Trotz seiner ökologischen Bedeutung zählt das Nigerdelta zu den am stärksten geschädigten Naturräumen der Welt. Im Jahr 2013 besuchte die nigerianische Naturschützerin Rachel Ikemeh die Region erstmals. Zu ihrem Entsetzen fand sie den Waldboden knietief mit Rohöl bedeckt vor. Als Zentrum der nigerianischen Erdölindustrie wurde das Nigerdelta Schätzungen zufolge von rund 7.000 Ölkatastrophen gezeichnet. Die Folgen der Verschmutzung zwangen Fischergemeinden dazu, ihre Lebensgrundlage vom Fischfang auf den Holzeinschlag zu verlagern – was die einzigartigen Lebensräume des Deltas weiter schädigte.