Der Standort in Biel liegt am Fuße des Jura-Gebirges im Schweizer Kanton Bern und ist gänzlich der Entwicklung und Herstellung von Rolex Uhrwerken gewidmet. Hier werden die Komponenten der Uhrwerke – 200 bis fast 400 bei den komplexesten Kalibern – mit äußerster Präzision gefertigt, von Hand montiert und streng kontrolliert. 2022 wurde ein neuer Erweiterungsbau für die Produktionsgebäude eröffnet.
Die Werkplatte und die Brücken der Uhrwerke sowie die strategischen Komponenten, darunter die Hemmung – einschließlich der patentierten Chronergy-Hemmung –, die Unruh, die patentierten Parachrom- und Syloxi-Spiralen sowie das Paraflex-Antischocksystem, werden von Rolex intern hergestellt. Die Vielfalt der Komponenten, die entworfen, gefertigt und oft patentiert werden, stellt ein außergewöhnliches Beispiel für die Unabhängigkeit der Marke dar und ist ein weiterer Beleg für ihr exzellentes uhrmacherisches Know-how.
In dieser Welt der Mikrotechnik und ‑mechanik liegen die Fertigungstoleranzen im Mikrometerbereich – in den schwierigsten Fällen betragen sie manchmal sogar nur ein Zehntel eines Mikrometers. Um diesen Präzisionsgrad zu erreichen, wurden beträchtliche Fertigungsmittel eingerichtet, so auch Reinräume und Bereiche mit kontrollierter Umgebung.
Abgesehen von ihrer Größe und den zusätzlichen Funktionen sind alle Rolex Uhrwerke ähnlich aufgebaut. Dies gewährleistet eine einheitliche Ästhetik, chronometrische Leistung und Zuverlässigkeit, wodurch auch die Servicearbeiten durch den Kundendienst erleichtert werden.
Superlative Chronometer
Die präzise Funktion eines mechanischen Uhrwerks hängt von der Fertigungsgenauigkeit der einzelnen Bestandteile sowie von deren perfekter Montage und ihrem Zusammenwirken ab. Jedes fertig montierte Uhrwerk wird vom unabhängigen Schweizer Prüfinstitut Contrôle officiel suisse des chronomètres (COSC) getestet, einer unabhängigen Organisation, welche die Präzision jedes Uhrwerks nach internationalen Richtlinien in verschiedenen Positionen und bei verschiedenen Temperaturen misst und prüft. Ein Uhrwerk, das diese strengen Prüfungen bestanden hat und alle Anforderungen erfüllt, erhält ein Chronometerzertifikat.
Nachdem die Uhren die Arbeitsschritte in Biel durchlaufen haben, kommen sie zurück nach Acacias, wo jede fertig montierte Uhr nach dem Einschalen des Uhrwerks einer weiteren Serie an Endkontrollen unterzogen wird, die Rolex in seinen hauseigenen Laboren und nach seinen eigenen Kriterien durchführt. Dieses Verfahren bescheinigt den Armbanduhren eine Leistung der Superlative am Handgelenk in puncto Präzision, Gangreserve, Wasserdichtheit und automatischer Aufzug, wodurch sie den Status „Superlative Chronometer“ erlangen.